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Vertrauliches Dokument — Ausschliesslich für autorisierte Partner der K51 AG
Strategiepapier & Business Case — Vertraulich

K51 Server-Heizung — Österreich

BHKW-Parallelbetrieb als Dekarbonisierungsstrategie für den österreichischen Gartenbau
Strategischer Partner: LGV Sonnengemüse Wien
Pilotstandort: Großraum Wien (Stefan Bauer, LGV-Mitglied)
Datum: März 2026 — Version 2.0
Autor: Benoît Strölin, CEO K51 AG
Kapitel 1

Executive Summary

K51 baut dezentrale Server-Heizungen, die GPU-Rechenleistung für externe Auftraggeber erzeugen und die dabei entstehende Abwärme als primäre Wärmequelle nutzen. Der österreichische Markt bietet eine aussergewöhnliche Einstiegschance durch eine einzigartige Kombination: eine starke Gewächshauslandschaft rund um Wien, eine hohe BHKW-Durchdringung (v.a. in der LGV Sonnengemüse mit ~80 Mitgliedern) und einen Energiemarkt, der durch volatile Gaspreise, CO₂-Bepreisung und ambitionierte Klimaziele unter Transformationsdruck steht.

Das BHKW-Parallel-Modell ist der entscheidende USP für Österreich: K51 übernimmt den gesamten BHKW-Strom-Output (1.000 kW_el) und wandelt ihn vor Ort in Wärme um (+66 % gegenüber BHKW solo), zahlt dem Gärtner 7,21 ct/kWh_th und schafft damit stabile Wärmekosten von 1,70 ct/kWh_th — gegenüber 4,01 ct/kWh_th bei Erdgas-Kessel und 9,18 ct/kWh_th bei Fernwärme Wien.

1,70 ct
Wärmekosten /kWh_th
(vs. 4,01 ct Gas-Kessel)
8,46 ct
Break-even Strompreis
(BHKW solo = BHKW+K51)
+66 %
Mehr Wärme pro kWh Gas
(BHKW+K51 vs. BHKW solo)
€275k
Mehrertrag/Jahr
(bei p_el = 6 ct/kWh)
5,8 J.
Amortisation
(ohne Förderung)
~4 J.
Amortisation
(mit KPC 30 % Förderung)
Die K51-These für Österreich: Der BHKW-Betreiber konvertiert heute Strom zu ~6–7 ct ins Netz. K51 zahlt ihm dasselbe oder mehr — und liefert dafür 66 % mehr Wärme pro Kubikmeter Gas. Das ist kein Kompromiss, das ist ein Upgrade.

Pilotempfehlung: 1–2 Anlagen bei LGV-Mitgliedern mit bestehendem BHKW (z.B. Stefan Bauer). Gesamtinvestition: €1,60 Mio. für 950 kW_th / 7 GWh/a. Skalierungspotenzial: 24–30 LGV-Mitglieder mit BHKW-Infrastruktur = ca. 168–210 GWh/a dekarbonisierte Wärme.

K51 Server-Heizung

K51 Server-Heizungsmodule installiert bei einem landwirtschaftlichen Partner in der Schweiz

Kapitel 2

Marktanalyse Österreich

2.1 Energiemarkt AT 2025

Parameter Wert Quelle/Hinweis
Erdgas Industriepreis AT 2,70 ct/kWh (Brennwert) CEGH/E-Control 2025
CO₂-Steuer AT (NEHG 2025) 55 €/t CO₂ NEHG §5 Stufenplan, ab 1.1.2025
CO₂-Aufschlag Erdgas 1,11 ct/kWh 55 × 0,202 / 1.000
Effektiver Gaspreis 2025 (mit CO₂) 3,81 ct/kWh 2,70 + 1,11
Strompreis EPEX AT (Day-Ahead, Ø) 7–9 ct/kWh_el EPEX SPOT / Jahresbericht 2024
Strompreis Gewerbe/Industrie (all-in) 12–16 ct/kWh_el inkl. Netz, Steuern, Abgaben
Fernwärme Wien (Arbeitspreis) 9,18 ct/kWh_th Wien Energie 2025
EU-ETS Preis ~60 €/t CO₂ EEX 2025, Industrie
CO₂-Steuer NEHG 2025

Das NEHG sah bis 1.7.2024 einen Satz von 45 €/t vor. Seit 1.1.2025 gilt der Stufenwert von 55 €/t (NEHG §5 Stufenplan). Alle Berechnungen in diesem Dokument verwenden den korrekten 2025-Wert. Ab 2026: 65 €/t → Gaspreis ca. 4,01 ct/kWh.

Ausblick CO₂-Preisentwicklung:

  • 2025: 55 €/t → 1,11 ct/kWh Gas → Effektiver Gaspreis 3,81 ct/kWh
  • 2026: 65 €/t → 1,31 ct/kWh → Gaspreis ca. 4,01 ct/kWh (NEHG §5)
  • 2030+: EU-Pfad sieht 100+ €/t vor → ~2,02 ct/kWh+

K51-Wärmekosten (1,70 ct/kWh_th) sind CO₂-steuer-immun — jede Preiserhöhung macht K51 attraktiver.

2.2 Gartenbau Österreich

Kennzahl Wert
Gewächshausfläche AT gesamt ~2.900 ha (Statistik Austria 2023)
Davon beheizbar ~1.800 ha
Energieverbrauch beheizter Gewächshäuser ~4–6 TWh/a (überwiegend Erdgas)
LGV Sonnengemüse Wien 80 Mitglieder, ~450 ha Fläche
LGV-Mitglieder mit BHKW geschätzt 25–35 % (~20–28 Betriebe)
Ø Wärmebedarf pro Betrieb (LGV) 3–10 GWh/a

LGV Sonnengemüse ist die grösste Erzeugergemeinschaft für Glashausgemüse in Österreich und der primäre Zielpartner für K51 in Phase 1.

Branchentreiber:

  • Lebensmitteleinzelhandel (Rewe, Spar) fordert Klimanachweise und CO₂-Footprints
  • EU-CBAM und nationale Klimaberichtspflichten treffen zunehmend auch KMU-Landwirtschaft
  • Förderungsprogramme (KPC, KLIEN) bevorzugen fossilfreie Heizlösungen
  • Steigende Energiekosten durch CO₂-Steuer und Gaspreisvolatilität

AT hat einen entscheidenden Strukturvorteil: Die LGV Sonnengemüse ist ein zentralisierter Cluster mit 80 Mitgliedern und einer gemeinsamen Interessenvertretung. K51 muss einmal verhandeln, nicht 80-mal.

2.3 Regulatorischer Rahmen

Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG, 2021)

Österreich zielt auf 100 % erneuerbaren Strom bis 2030. Das EAG fördert innovative Wärmelösungen, die Abwärme aus Rechenzentren nutzen — Abwärmenutzung aus Digitalisierungsprojekten ist explizit förderungswürdig.

Klimaschutzgesetz AT

Sektorziele Landwirtschaft & Gebäude: -48 % bis 2030. Erhöhter Druck auf BHKW-Betreiber ohne Dekarbonisierungsplan.

Gewerbeordnung & Baurecht

Server-Heizungsanlagen gelten als Wärmeerzeugungsanlagen (§ 74ff GewO). In Wien: MA36 Zuständigkeit; Genehmigung vergleichbar mit Wärmetauscher-Installation. LGV kann als Interessenvertretung Genehmigungen bündeln und vereinfachen.

Kapitel 3

K51 Technologie & BHKW-Parallelbetrieb

Die K51 Server-Heizung ist in erster Linie ein landwirtschaftliches System: GPU-Server übernehmen Rechenaufträge (HPC, KI-Training, -Inferenz) und wandeln elektrische Energie nahezu verlustfrei in Wärme um. Eine perfekte Symbiose aus Landwirtschaft und High-Performance Computing — vollständig konform mit landwirtschaftlichen Zonen.

3.1 Funktionsprinzip

Parameter Wert
Elektrische Eingangsleistung 1.000 kW_el
Installierte thermische Peakleistung 950 kW_th
Jährliche Wärmeabgabe 7.070.005 kWh_th (7,07 GWh/a)
Betriebsstunden (Annahme) 7.500 h/a
Max. Vorlauftemperatur 80°C (garantiert; Entwicklungspfad 90°C)
Elektrischer Anschluss 3-Ph 400V, 1.000 kW, ~1.588 A
Stellfläche ~36 m²
Betriebsmodus Bivalent (BHKW-Parallel oder Netzstrom)
Eigentum Hardware Gärtner (nach Investitionsbeitrag €1.595.668)
Betrieb & Wartung K51 AG (100 % — für 15 Jahre Vertragslaufzeit)
Investitionssicherheit Bei K51-Insolvenz verbleiben Server am Standort
Hydraulischer Anschluss

Hydraulischer Anschluss an das bestehende Heizsystem

GPU-Infrastruktur

Hochleistungs-GPU-Infrastruktur im Inneren des Containers

3.2 BHKW-Parallelbetrieb — Der österreichische USP

Der entscheidende Unterschied zu Frankreich: Österreichische Gewächshausbetriebe, insbesondere LGV-Mitglieder, betreiben zu 25–35 % bereits ein Blockheizkraftwerk (BHKW). K51 übernimmt den gesamten Strom-Output des BHKW und wandelt ihn direkt vor Ort in Wärme um — das ergibt 66 % mehr Wärme pro Kubikmeter eingesetztem Erdgas.

Energiefluss BHKW+K51 (je 1 kWh Erdgas, BHKW mit 1.000 kW_el Output):

BHKW-Output (aus 1 kWh Gas): ├─ Wärme (η_th = 50%): 0,50 kWh_th → direkt an Heizung des Gärtners └─ Strom (η_el = 35%): 0,35 kWh_el → K51 übernimmt VOLLSTÄNDIG K51 (aus 0,35 kWh_el Strom): └─ Wärme (η = 95%): 0,35 × 0,95 = 0,3325 kWh_th → an Heizung Gesamt je kWh Gas: 0,50 + 0,3325 = 0,8325 kWh_th Vergleich BHKW solo: 0,50 kWh_th Effizienzgewinn: +66 % ✅

K51-Vergütung an den Gärtner:

Komponente ct/kWh_th €/Jahr (auf 7.070.005 kWh_th)
Negativer Wärmepreis (K51 zahlt an Gärtner) 5,11 ct/kWh_th €361.277/a
Hardware-Erneuerungsbeitrag 2,10 ct/kWh_th €148.470/a
Total K51-Zahlung 7,21 ct/kWh_th €509.744/a
Klarstellung BHKW-Kapazität

Die LGV-Simulation zeigt «BHKW 1 MW el. Leistung» = 1.000 kW_el elektrischer Output. K51 übernimmt den gesamten Strom-Output von 1.000 kW_el. Die thermische K51-Leistung beträgt 1.000 × 0,95 = 950 kW_th — konsistent mit den Projektdaten (7.070.005 kWh_th / 7.500 h ≈ 943 kW avg.).

3.3 Latenz, Konnektivität & Workload-Eignung

K51 betreibt in Phase 1 ausschliesslich Batch-Workloads (KI-Training, HPC-Simulationen) — diese sind latenz-tolerant und ideal für dezentrale Gewächshaus-Standorte. Voraussetzung: Glasfaser-Internetanbindung mit min. 1 Gbit/s Upstream am Pilotstandort. Die Glasfaser-Verfügbarkeit ist vor Vertragsabschluss zu prüfen (typische Einmalkosten: €5.000–50.000).

Kapitel 4

Wirtschaftlichkeitsvergleich

Methodik: Alle vier Varianten werden auf einheitlicher Basis mit CO₂-Steuer (NEHG 2025: 55 €/t, Gas = 3,81 ct/kWh) verglichen. Nur so ist ein fairer Vergleich möglich. Bezugsmenge: 7.070.005 kWh_th/a.

4.1 Variantenvergleich (p_el = 6 ct/kWh_el als Referenz)

Variante Wärmekosten Jährliche Kosten CO₂-Intensität
A: Erdgas-Kessel (η=0,95) 4,01 ct/kWh_th €284k/a ~0,213 kg/kWh_th
B: BHKW solo (p_el=6 ct) 3,42 ct/kWh_th €242k/a ~0,260 kg/kWh_th
C: BHKW + K51 ✅ 1,70 ct/kWh_th €120k/a ~0,080 kg/kWh_th*
D: Fernwärme Wien 9,18 ct/kWh_th €649k/a ~0,120 kg/kWh_th

*Abwärme aus erneuerbaren Rechenlasten zählt als fossilfrei (Scope 1 ≈ 0). Quellen: E-Control 2025; Wien Energie Fernwärmepreise 2025; EPEX AT Jahresbericht 2024

Schlüsselerkenntnis

BHKW+K51 liefert bei einheitlicher CO₂-Basis die günstigste und stabilste Wärme: 2,4× günstiger als Erdgas-Kessel, 2× günstiger als BHKW solo, 5,4× günstiger als Fernwärme Wien. Die Kosten sind durch Vertrag fixiert und unabhängig von Gas- und Strompreisschwankungen.

Herleitung der Wärmekosten (Variante C, MIT CO₂-Steuer)

K51 zahlt je kWh Gas: 0,3325 kWh_th × 7,21 ct/kWh_th = 2,397 ct (Gutschrift) Netto-Gaskosten: 3,81 − 2,397 = 1,413 ct je kWh Gas Wärme pro kWh Gas: 0,8325 kWh_th → Wärmekosten: 1,413 ÷ 0,8325 = 1,70 ct/kWh_th ✓

Wettbewerber Wärmepumpe: Eine Wärmepumpe (COP 3–4) bei AT-Gewerbestrompreis (12–15 ct/kWh_el all-in) ergibt Wärmekosten von 12/3 = 4,00 ct/kWh_th (COP 3) bis 15/4 = 3,75 ct/kWh_th (COP 4). Dazu kommen erhebliche CapEx (Sole-Wärmepumpe >€500k für 1 MW_th). K51 (1,70 ct) ist 2,2–2,4× günstiger — ohne zusätzliche CapEx-Belastung für den Gärtner.

4.2 Break-Even-Analyse BHKW solo vs. BHKW+K51

Unterhalb eines realisierten BHKW-Strompreises von 8,46 ct/kWh_el ist BHKW+K51 gegenüber BHKW solo wirtschaftlich überlegen. Die tatsächliche Rückspeisevergütung für kleine BHKW in Österreich liegt typischerweise bei 5–7 ct/kWh_el — strukturell unterhalb des Break-even.

Break-even-Berechnung (MIT CO₂-Steuer, Gas = 3,81 ct): BHKW solo = BHKW+K51: (3,81 − p_el × 0,35) / 0,50 = 1,70 → 3,81 − p_el × 0,35 = 0,85 → p_el* = 2,96 / 0,35 = 8,46 ct/kWh_el
Strompreis (Rückspeisung) BHKW solo BHKW+K51 Empfehlung
5 ct/kWh_el 4,12 ct/kWh_th 1,70 ct/kWh_th K51 ✅ (+2,42 ct)
6 ct/kWh_el (Referenz) 3,42 ct/kWh_th 1,70 ct/kWh_th K51 ✅ (+1,72 ct)
7 ct/kWh_el 2,72 ct/kWh_th 1,70 ct/kWh_th K51 ✅ (+1,02 ct)
8 ct/kWh_el 2,02 ct/kWh_th 1,70 ct/kWh_th K51 ✅ (+0,32 ct)
8,46 ct/kWh_el (Break-even) 1,70 ct/kWh_th 1,70 ct/kWh_th = Gleichstand
10 ct/kWh_el 0,62 ct/kWh_th 1,70 ct/kWh_th BHKW solo günstiger

Alle BHKW-solo-Kosten enthalten nur variable Gaskosten (ohne BHKW-CapEx, Wartung). Mit Vollkosten BHKW (CapEx-Amortisation + Wartung) liegt die realistische BHKW-solo-Untergrenze ca. 2–3 ct höher — was den K51-Vorteil weiter ausbaut.

Kontext AT-Markt: Die tatsächliche Rückspeisevergütung für kleine BHKW in AT liegt bei 5–7 ct/kWh_el (nach Netzentgelten, Abgaben, Lieferantenmargen). In diesem Preisbereich liegt K51 strukturell im Vorteil — der Break-even bei 8,46 ct liegt oberhalb der realen Rückspeisevergütung für die meisten kleinen BHKW-Betreiber.
Kapitel 5

Gärtner-Perspektive: ROI & Wirtschaftlichkeit

Der Gärtner investiert €1.595.668 in die K51-Anlage. Im Gegenzug entstehen folgende jährliche Veränderungen (Vergleich BHKW+K51 vs. BHKW solo, bei p_el = 6 ct/kWh_el):

Position Betrag/Jahr Erläuterung
K51-Zahlung (Wärme + HW-Umlage) +€509.744 7.070.005 kWh_th × 7,21 ct
Entgangene Stromerlöse −€450.000 1.000 kW_el × 7.500 h × 6 ct (Einspeisung entfällt)
Gas-Einsparung (+66 % Wärme) +€215.251 Weniger Gas für gleiche Wärmemenge nötig
Gesamt-Mehrertrag +€275.000/a Netto-Vorteil gegenüber BHKW solo

Gas-Einsparung im Detail (MIT CO₂-Steuer, Gas = 3,81 ct):

Ohne K51 (BHKW solo, η_th=0,50): 7.070.005 / 0,50 = 14.140.010 kWh Gas/a Mit K51 (BHKW+K51, η_ges=0,8325): 7.070.005 / 0,8325 = 8.492.473 kWh Gas/a Gas-Einsparung: 5.647.537 kWh Gas × 3,81 ct = +€215.251/a

Amortisationsrechnung

Szenario Mehrertrag/Jahr Investition Amortisation
p_el = 6 ct (realistisch) €275.000 €1.595.668 ~5,8 Jahre
p_el = 7 ct ~€212.000 €1.595.668 ~7,5 Jahre
p_el = 8 ct ~€138.000 €1.595.668 ~11,6 Jahre
p_el = 8,46 ct (Break-even) ~€108.000* €1.595.668 ~14,8 Jahre
p_el = 6 ct + KPC-Förderung 30 % €275.000 €1.116.968 ~4,1 Jahre

*Bei p_el=8,46 ct sind BHKW solo und BHKW+K51 auf Wärmekostenbasis gleich, aber der Gärtner erhält weiterhin die K51-Zahlung und spart Gas. Der verbleibende Vorteil kommt ausschliesslich aus Gaseinsparung.

Fazit für Gärtner

Bei realistischem Strompreis von 5–7 ct (tatsächliche Rückspeisevergütung für kleine BHKW) amortisiert sich die Investition in 5–8 Jahren — bei einer Vertragslaufzeit von 15 Jahren. Mit KPC-Förderung (30 % → −€478.700) sinkt die Amortisationszeit auf ~4 Jahre.

Montagephase K51

Montagephase: Installation und technische Integration vor Ort

Risikoschutz für den Gärtner

Risiko Absicherung
K51-Server-Ausfall BHKW läuft weiter; Wärme aus Gas wie bisher
K51-Insolvenz Server im Eigentum des Gärtners; Betrieb durch Dritte möglich
Strompreis dauerhaft >8,46 ct Optionsrecht: Rückkehr zu BHKW-Rückspeisung
Haftung/Baurecht K51 trägt alle Genehmigungskosten
Konnektivitätsausfall Batch-Workloads: tolerant; Notbetrieb ohne K51 möglich

BHKW-Förderprämien (OEM — Ökoenergiemarkttarif)

Österreichische BHKW-Betreiber erhalten für ins Netz eingespeisten KWK-Strom ggf. Marktprämien (OEM = Ökoenergiemarkttarif). Wenn K51 den BHKW-Strom übernimmt statt ihn einzuspeisen, entfällt diese Prämie.

  • Aktuelle OEM-Prämien AT: marktbasiert, oft 1–3 ct/kWh_el für bestehende BHKW-Anlagen
  • K51-Vergütungsäquivalent: 7,21 ct/kWh_th × 0,3325 kWh_th/kWh_el = 2,40 ct/kWh_el
  • 2,40 ct > 1–3 ct OEM-Prämie: K51 kompensiert den OEM-Verlust vollständig
Vertragscheck

Bestehende OEM-Verträge und Bindungsfristen bei Pilotgärtnern prüfen, bevor K51-Vertrag abgeschlossen wird. K51 übernimmt die Abklärung gemeinsam mit dem Gärtner.

Kapitel 6

Förderungen & ESG

6.1 Förderlandschaft Österreich

KPC (Kommunalkredit Public Consulting) — UFI-Programm

Umweltförderung im Inland (UFI): Bis zu 30 % der Investitionskosten. Die K51-Anlage qualifiziert als «Abwärmenutzung aus Digitalisierungsprojekten».

  • Potenzielle Förderung je Anlage: €1,595M × 30 % = €478.700
  • Netto-Investition nach Förderung: €1.116.968
  • Amortisation verkürzt sich auf ~4 Jahre (statt 5,8 Jahre)

KLIEN (Klima- und Energiefonds)

Vorzeigeregion Energie: Innovative Wärmeversorgungskonzepte für Landwirtschaft. Typische Förderquoten: 40–60 % der F&E-Kosten, 30 % CapEx für Demonstration. Ansatz: LGV + K51 gemeinsam als Konsortium → höhere Förderquote.

EAG (Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz 2021)

§ 14 EAG: Förderung von Investitionen in Abwärmenutzung und innovative Wärmeversorgung. K51 kann als «Digitale Wärmepumpe» eingestuft werden — ohne COP-Limitierung.

AWS (Austria Wirtschaftsservice)

Innovationsscheck / Investitionsförderung: Bis 25 % Zuschuss, bis €500k. Ideal für Pilotanlage in Kombination mit KPC-Förderung.

Förderprogramm Fördersatz Potenzial je Anlage Status
KPC / UFI 30 % €478.700 Vorgespräch geplant Q2 2026
KLIEN / Vorzeigeregion 30–40 % CapEx €478k–638k Konsortiumsantrag LGV+K51
EAG § 14 variabel TBD Abklärung läuft
AWS Innovationsscheck 25 % bis €500k Kombinierbar mit KPC

6.2 ESG-Nutzen (Quantifiziert)

CO₂-Reduktion je Anlage (7 GWh/a):

Szenario Vor K51 Mit K51 Reduktion
Erdgas-Kessel → BHKW+K51 ~1.500 t CO₂/a ~0 t (fossilfrei) ~−1.500 t/a
BHKW solo → BHKW+K51 ~500 t CO₂/a ~100 t CO₂/a ~−400 t/a

CO₂-Kostenwert bei 55 €/t (NEHG 2025):

  • Einsparung Erdgas-Kessel → BHKW+K51: ~1.500 t × 55 € = ~€82.500/a
  • Einsparung BHKW → BHKW+K51: ~400 t × 55 € = ~€22.000/a

ESG-Mehrwert für LGV-Mitglieder:

  • Scope-1-Emissionen sinken messbar → für Lieferkettenanforderungen von Rewe/Spar
  • Klimaschutznachweis für EU-Agrarförderung (GAP 2023–2027)
  • Nachhaltigkeitszertifizierungen (AMA, Bio Austria) einfacher erfüllbar

CO₂-Steuer-Hedge

Die AT CO₂-Steuer (NEHG) steigt strukturell: 2025 → 55 €/t, 2026 → ~65 €/t, 2030+ → 100+ €/t. K51-Wärmepreis (1,70 ct/kWh_th) ist CO₂-steuer-immun — keine Gasabhängigkeit in der Wärmebereitstellung. Jede CO₂-Preiserhöhung vergrössert den Kostenvorteil von K51 gegenüber allen gasbasierten Alternativen.

⚡ Szenario 2026 (Gas = 4,01 ct, NEHG 65 €/t):
BHKW+K51: ~1,94 ct/kWh_th | Erdgas-Kessel: 4,22 ct/kWh_th
Vorteil K51 vs. Kessel: 2,28 ct/kWh_th — praktisch stabil gegenüber 2025.
Steigende CO₂-Preise treffen Gas, nicht K51.

Kapitel 7

Pilotprogramm Wien & Go-to-Market

7.1 Phase 1: Pilot Wien (Q3–Q4 2026)

Ziel: 1–2 Anlagen bei LGV-Mitgliedern, «Proof of Value» für den österreichischen Markt.

Pilot-Kandidat: Stefan Bauer (LGV-Mitglied)
  • Bestehendes BHKW vorhanden → ideale Ausgangslage
  • Lokation: Grossraum Wien
  • Voraussetzung: Glasfaser-Check, BHKW-Daten (Leistung, Laufstunden, OEM-Status)

Pilotstruktur:

Rolle Verantwortung Beitrag
Gärtner (Eigentümer) Standort, BHKW-Anschluss, Investition, Genehmigung Stellfläche 36 m², €1,595M CapEx
LGV Teilsubvention CapEx (20–30 %), Genehmigungsbündelung, Vertragsmuster €300k–500k Subventionsrahmen
K51 Engineering, Lieferung, Betrieb, Wartung, Vergütung Vollständige Technik & HPC
KPC/KLIEN Förderantrag (bis 30–40 % CapEx) Antrag durch K51+LGV-Konsortium

Timeline Phase 1

Zeitraum Meilenstein
Apr–Mai 2026 Erstgespräche LGV, Standort-Assessment, Glasfaser-Check
Jun 2026 Letter of Intent (LGV + K51 + Pilot-Gärtner)
Jul 2026 Förderantrag KPC/UFI einreichen
Aug 2026 Technische Planung, Genehmigungsunterlagen, OEM-Status prüfen
Sep–Okt 2026 Installation & Inbetriebnahme Pilotanlage 1
Nov 2026 Monitoring, Datenerhebung beginnt
Q1 2027 Erstes Reporting, KPI-Review, Entscheid Rollout

7.2 Phase 2: Rollout LGV (2027–2028)

Zielgruppe: 20–28 LGV-Mitglieder mit vorhandenem BHKW

Kennzahl Annahme
Anteil LGV-Mitglieder mit BHKW 25–35 % → 20–28 Betriebe
Ø Anlage pro Betrieb 950 kW_th / 7 GWh/a
Gesamtpotenzial Wärme 140–196 GWh/a dekarbonisiert
Gesamtinvestition (CapEx) €31,9M–44,7M
Rollout-Tempo 6–8 Anlagen/Jahr

7.3 Phase 3: AT-Expansion (2028–2030)

  • Erweiterung auf nicht-LGV-Gartenbaubetriebe in NÖ, Steiermark
  • Hotels und Gewerbeimmobilien in Wien (Fernwärme-Substitution, 9,18 ct/kWh)
  • Industrie: Lebensmittelverarbeitung, Brauereien (Niedertemperaturwärme)
K51 Standort Referenz

Referenzstandort in der Schweiz: K51 Server-Heizung integriert in den landwirtschaftlichen Betrieb

Kapitel 8

Nächste Schritte

Sofort (April–Mai 2026)

Aufgabe Verantwortung Frist
Erstgespräch LGV-Vorstand — K51-Präsentation + BHKW-Modell vorstellen K51 + LGV April 2026
Standort-Assessment Stefan Bauer — BHKW-Leistung, Wärmebedarf, Raumverfügbarkeit, Glasfaser-Status, OEM-Vertragsstatus K51 Engineering April–Mai 2026
Förder-Erstabklärung KPC — Vorgespräch UFI-Programm K51 Mai 2026
Letter of Intent — LGV + K51 unterzeichnen K51 + LGV Juni 2026

Q2 2026

Aufgabe Frist
Technische Due Diligence — Standort-Assessment Pilotanlage Jun 2026
Vertragswerk — Wärmeliefervertrag, Hardware-Umlage, Eigentumsdokumentation (15 Jahre) Jun 2026
Förderantrag KPC/UFI einreichen Jul 2026
KLIEN-Anfrage — K51+LGV als Konsortium Jul 2026

Q3–Q4 2026

Meilenstein Frist
Technische Planung & Genehmigungsunterlagen August 2026
Produktionsstart Container (Werk) August 2026
Vorbereitungsarbeiten auf dem Gelände (Fundament, Stromanschluss, Hydraulik) September 2026
Pilotanlage 1 installieren — «Power On» September–Oktober 2026
Monitoring-System aufsetzen (kWh-Messung, CO₂-Reporting, LGV-Dashboard) November 2026
Pressemitteilung LGV + K51, AMA-Bio, Medien November 2026
Produktions-Slot reservieren!

K51 hat einen Produktionsbatch für August 2026 geplant. Die Pilotcontainer für Österreich können direkt in diesen Batch integriert werden. Um die Kapazitäten zu reservieren, muss K51 bis Ende Mai 2026 eine Anzahlung beim Hersteller leisten. Daher müssen alle technischen und vertraglichen Grundlagen bis Ende April/Anfang Mai erarbeitet sein.

Referenzen

Referenzstandorte Schweiz

K51 kann den direkten Kontakt mit bestehenden Partnern und Kunden in der Schweiz vermitteln. Die folgenden Referenzen stehen für Gespräche zur Verfügung — allesamt laufende Anlagen in der Landwirtschaft:

  • 🇨🇭
    Gebr. Meier Gemüse
    Bad Zurzach, AG — Schweiz
  • 🇨🇭
    Grob Gemüse AG
    Schlattingen/Basadingen, TG — Schweiz
  • 🇨🇭
    Imhofbio AG
    Region Zürich — Schweiz
  • 🇨🇭
    Stoll Group
    Mathod VD, Region Yverdon — Schweiz
  • 🇨🇭
    Jaquenoud Légumes
    Lully VD, Region Genf — Schweiz

Unsere Standorte sind bewusst in der Nähe der wichtigsten Schweizer Rechenzentrum-Hubs (Zürich, Yverdon, Bern, Basel, Genf/Lausanne) angesiedelt. Diese Hubs stossen zunehmend an Kapazitätsengpässe bei der Stromversorgung — genau das ist das Power & Permission-Problem, das die Landwirtschaft löst. Wir wenden dieselbe Logik in Österreich an: Wien wird der dezentrale Rechenknoten werden, der die gesättigten Zentren entlastet — mit der LGV als Rückgrat.

K51 verwaltet derzeit 8 MW im Betrieb und weitere 15 MW in Planung für die nächsten 18 Monate, alle bei Landwirten in der Schweiz. Das Modell ist erprobt — die Frage für Österreich ist nicht ob, sondern wann.

Abschluss

Ein Wort zum Abschluss

Die österreichischen Gartenbaubetriebe rund um Wien stehen an einem Wendepunkt. Die Frage ist nicht, ob die digitale Revolution die Landwirtschaft erreichen wird — sondern wer ihr Akteur sein wird.

Die Gewächshäuser der LGV Sonnengemüse haben alles, was die KI-Industrie braucht: Fläche, Strom (via BHKW), Wärmesenken. Wer diesen Vorteil als Erster nutzt, wird nicht nur seine Energiekosten um mehr als die Hälfte senken — er wird eine neue Einnahmequelle erschliessen und gleichzeitig vollständig dekarbonisieren.

Das BHKW-Parallel-Modell ist kein Kompromiss. Es ist ein Upgrade: Gleicher Gasinput, 66 % mehr Wärme, strukturell günstigere Kosten — und K51 zahlt dafür. Das ist der österreichische USP, und er ist einzigartig in Europa.

Wir suchen Partner, keine Kunden. Die Pilotbetriebe von heute werden die Referenz sein, an der sich die österreichische Landwirtschaft morgen orientieren wird.

Wir laden Sie ein, diesen Weg gemeinsam mit uns zu gehen.

Für K51 AG

Benoît Strölin
Chief Executive Officer
K51 AG
Überlandstrasse 129
8600 Dübendorf, Schweiz
benoit.stroelin@k51.ch
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