K51 Server-Heizung — Österreich
Executive Summary
K51 baut dezentrale Server-Heizungen, die GPU-Rechenleistung für externe Auftraggeber erzeugen und die dabei entstehende Abwärme als primäre Wärmequelle nutzen. Der österreichische Markt bietet eine aussergewöhnliche Einstiegschance durch eine einzigartige Kombination: eine starke Gewächshauslandschaft rund um Wien, eine hohe BHKW-Durchdringung (v.a. in der LGV Sonnengemüse mit ~80 Mitgliedern) und einen Energiemarkt, der durch volatile Gaspreise, CO₂-Bepreisung und ambitionierte Klimaziele unter Transformationsdruck steht.
Das BHKW-Parallel-Modell ist der entscheidende USP für Österreich: K51 übernimmt den gesamten BHKW-Strom-Output (1.000 kW_el) und wandelt ihn vor Ort in Wärme um (+66 % gegenüber BHKW solo), zahlt dem Gärtner 7,21 ct/kWh_th und schafft damit stabile Wärmekosten von 1,70 ct/kWh_th — gegenüber 4,01 ct/kWh_th bei Erdgas-Kessel und 9,18 ct/kWh_th bei Fernwärme Wien.
(vs. 4,01 ct Gas-Kessel)
(BHKW solo = BHKW+K51)
(BHKW+K51 vs. BHKW solo)
(bei p_el = 6 ct/kWh)
(ohne Förderung)
(mit KPC 30 % Förderung)
Die K51-These für Österreich: Der BHKW-Betreiber konvertiert heute Strom zu ~6–7 ct ins Netz. K51 zahlt ihm dasselbe oder mehr — und liefert dafür 66 % mehr Wärme pro Kubikmeter Gas. Das ist kein Kompromiss, das ist ein Upgrade.
Pilotempfehlung: 1–2 Anlagen bei LGV-Mitgliedern mit bestehendem BHKW (z.B. Stefan Bauer). Gesamtinvestition: €1,60 Mio. für 950 kW_th / 7 GWh/a. Skalierungspotenzial: 24–30 LGV-Mitglieder mit BHKW-Infrastruktur = ca. 168–210 GWh/a dekarbonisierte Wärme.
K51 Server-Heizungsmodule installiert bei einem landwirtschaftlichen Partner in der Schweiz
Marktanalyse Österreich
2.1 Energiemarkt AT 2025
| Parameter | Wert | Quelle/Hinweis |
|---|---|---|
| Erdgas Industriepreis AT | 2,70 ct/kWh (Brennwert) | CEGH/E-Control 2025 |
| CO₂-Steuer AT (NEHG 2025) | 55 €/t CO₂ | NEHG §5 Stufenplan, ab 1.1.2025 |
| CO₂-Aufschlag Erdgas | 1,11 ct/kWh | 55 × 0,202 / 1.000 |
| Effektiver Gaspreis 2025 (mit CO₂) | 3,81 ct/kWh | 2,70 + 1,11 |
| Strompreis EPEX AT (Day-Ahead, Ø) | 7–9 ct/kWh_el | EPEX SPOT / Jahresbericht 2024 |
| Strompreis Gewerbe/Industrie (all-in) | 12–16 ct/kWh_el | inkl. Netz, Steuern, Abgaben |
| Fernwärme Wien (Arbeitspreis) | 9,18 ct/kWh_th | Wien Energie 2025 |
| EU-ETS Preis | ~60 €/t CO₂ | EEX 2025, Industrie |
Das NEHG sah bis 1.7.2024 einen Satz von 45 €/t vor. Seit 1.1.2025 gilt der Stufenwert von 55 €/t (NEHG §5 Stufenplan). Alle Berechnungen in diesem Dokument verwenden den korrekten 2025-Wert. Ab 2026: 65 €/t → Gaspreis ca. 4,01 ct/kWh.
Ausblick CO₂-Preisentwicklung:
- 2025: 55 €/t → 1,11 ct/kWh Gas → Effektiver Gaspreis 3,81 ct/kWh
- 2026: 65 €/t → 1,31 ct/kWh → Gaspreis ca. 4,01 ct/kWh (NEHG §5)
- 2030+: EU-Pfad sieht 100+ €/t vor → ~2,02 ct/kWh+
K51-Wärmekosten (1,70 ct/kWh_th) sind CO₂-steuer-immun — jede Preiserhöhung macht K51 attraktiver.
2.2 Gartenbau Österreich
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Gewächshausfläche AT gesamt | ~2.900 ha (Statistik Austria 2023) |
| Davon beheizbar | ~1.800 ha |
| Energieverbrauch beheizter Gewächshäuser | ~4–6 TWh/a (überwiegend Erdgas) |
| LGV Sonnengemüse Wien | 80 Mitglieder, ~450 ha Fläche |
| LGV-Mitglieder mit BHKW | geschätzt 25–35 % (~20–28 Betriebe) |
| Ø Wärmebedarf pro Betrieb (LGV) | 3–10 GWh/a |
LGV Sonnengemüse ist die grösste Erzeugergemeinschaft für Glashausgemüse in Österreich und der primäre Zielpartner für K51 in Phase 1.
Branchentreiber:
- Lebensmitteleinzelhandel (Rewe, Spar) fordert Klimanachweise und CO₂-Footprints
- EU-CBAM und nationale Klimaberichtspflichten treffen zunehmend auch KMU-Landwirtschaft
- Förderungsprogramme (KPC, KLIEN) bevorzugen fossilfreie Heizlösungen
- Steigende Energiekosten durch CO₂-Steuer und Gaspreisvolatilität
AT hat einen entscheidenden Strukturvorteil: Die LGV Sonnengemüse ist ein zentralisierter Cluster mit 80 Mitgliedern und einer gemeinsamen Interessenvertretung. K51 muss einmal verhandeln, nicht 80-mal.
2.3 Regulatorischer Rahmen
Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG, 2021)
Österreich zielt auf 100 % erneuerbaren Strom bis 2030. Das EAG fördert innovative Wärmelösungen, die Abwärme aus Rechenzentren nutzen — Abwärmenutzung aus Digitalisierungsprojekten ist explizit förderungswürdig.
Klimaschutzgesetz AT
Sektorziele Landwirtschaft & Gebäude: -48 % bis 2030. Erhöhter Druck auf BHKW-Betreiber ohne Dekarbonisierungsplan.
Gewerbeordnung & Baurecht
Server-Heizungsanlagen gelten als Wärmeerzeugungsanlagen (§ 74ff GewO). In Wien: MA36 Zuständigkeit; Genehmigung vergleichbar mit Wärmetauscher-Installation. LGV kann als Interessenvertretung Genehmigungen bündeln und vereinfachen.
K51 Technologie & BHKW-Parallelbetrieb
Die K51 Server-Heizung ist in erster Linie ein landwirtschaftliches System: GPU-Server übernehmen Rechenaufträge (HPC, KI-Training, -Inferenz) und wandeln elektrische Energie nahezu verlustfrei in Wärme um. Eine perfekte Symbiose aus Landwirtschaft und High-Performance Computing — vollständig konform mit landwirtschaftlichen Zonen.
3.1 Funktionsprinzip
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Elektrische Eingangsleistung | 1.000 kW_el |
| Installierte thermische Peakleistung | 950 kW_th |
| Jährliche Wärmeabgabe | 7.070.005 kWh_th (7,07 GWh/a) |
| Betriebsstunden (Annahme) | 7.500 h/a |
| Max. Vorlauftemperatur | 80°C (garantiert; Entwicklungspfad 90°C) |
| Elektrischer Anschluss | 3-Ph 400V, 1.000 kW, ~1.588 A |
| Stellfläche | ~36 m² |
| Betriebsmodus | Bivalent (BHKW-Parallel oder Netzstrom) |
| Eigentum Hardware | Gärtner (nach Investitionsbeitrag €1.595.668) |
| Betrieb & Wartung | K51 AG (100 % — für 15 Jahre Vertragslaufzeit) |
| Investitionssicherheit | Bei K51-Insolvenz verbleiben Server am Standort |

Hydraulischer Anschluss an das bestehende Heizsystem

Hochleistungs-GPU-Infrastruktur im Inneren des Containers
3.2 BHKW-Parallelbetrieb — Der österreichische USP
Der entscheidende Unterschied zu Frankreich: Österreichische Gewächshausbetriebe, insbesondere LGV-Mitglieder, betreiben zu 25–35 % bereits ein Blockheizkraftwerk (BHKW). K51 übernimmt den gesamten Strom-Output des BHKW und wandelt ihn direkt vor Ort in Wärme um — das ergibt 66 % mehr Wärme pro Kubikmeter eingesetztem Erdgas.
Energiefluss BHKW+K51 (je 1 kWh Erdgas, BHKW mit 1.000 kW_el Output):
K51-Vergütung an den Gärtner:
| Komponente | ct/kWh_th | €/Jahr (auf 7.070.005 kWh_th) |
|---|---|---|
| Negativer Wärmepreis (K51 zahlt an Gärtner) | 5,11 ct/kWh_th | €361.277/a |
| Hardware-Erneuerungsbeitrag | 2,10 ct/kWh_th | €148.470/a |
| Total K51-Zahlung | 7,21 ct/kWh_th | €509.744/a |
Die LGV-Simulation zeigt «BHKW 1 MW el. Leistung» = 1.000 kW_el elektrischer Output. K51 übernimmt den gesamten Strom-Output von 1.000 kW_el. Die thermische K51-Leistung beträgt 1.000 × 0,95 = 950 kW_th — konsistent mit den Projektdaten (7.070.005 kWh_th / 7.500 h ≈ 943 kW avg.).
3.3 Latenz, Konnektivität & Workload-Eignung
K51 betreibt in Phase 1 ausschliesslich Batch-Workloads (KI-Training, HPC-Simulationen) — diese sind latenz-tolerant und ideal für dezentrale Gewächshaus-Standorte. Voraussetzung: Glasfaser-Internetanbindung mit min. 1 Gbit/s Upstream am Pilotstandort. Die Glasfaser-Verfügbarkeit ist vor Vertragsabschluss zu prüfen (typische Einmalkosten: €5.000–50.000).
Wirtschaftlichkeitsvergleich
Methodik: Alle vier Varianten werden auf einheitlicher Basis mit CO₂-Steuer (NEHG 2025: 55 €/t, Gas = 3,81 ct/kWh) verglichen. Nur so ist ein fairer Vergleich möglich. Bezugsmenge: 7.070.005 kWh_th/a.
4.1 Variantenvergleich (p_el = 6 ct/kWh_el als Referenz)
| Variante | Wärmekosten | Jährliche Kosten | CO₂-Intensität |
|---|---|---|---|
| A: Erdgas-Kessel (η=0,95) | 4,01 ct/kWh_th | €284k/a | ~0,213 kg/kWh_th |
| B: BHKW solo (p_el=6 ct) | 3,42 ct/kWh_th | €242k/a | ~0,260 kg/kWh_th |
| C: BHKW + K51 ✅ | 1,70 ct/kWh_th | €120k/a | ~0,080 kg/kWh_th* |
| D: Fernwärme Wien | 9,18 ct/kWh_th | €649k/a | ~0,120 kg/kWh_th |
*Abwärme aus erneuerbaren Rechenlasten zählt als fossilfrei (Scope 1 ≈ 0). Quellen: E-Control 2025; Wien Energie Fernwärmepreise 2025; EPEX AT Jahresbericht 2024
BHKW+K51 liefert bei einheitlicher CO₂-Basis die günstigste und stabilste Wärme: 2,4× günstiger als Erdgas-Kessel, 2× günstiger als BHKW solo, 5,4× günstiger als Fernwärme Wien. Die Kosten sind durch Vertrag fixiert und unabhängig von Gas- und Strompreisschwankungen.
Herleitung der Wärmekosten (Variante C, MIT CO₂-Steuer)
Wettbewerber Wärmepumpe: Eine Wärmepumpe (COP 3–4) bei AT-Gewerbestrompreis (12–15 ct/kWh_el all-in) ergibt Wärmekosten von 12/3 = 4,00 ct/kWh_th (COP 3) bis 15/4 = 3,75 ct/kWh_th (COP 4). Dazu kommen erhebliche CapEx (Sole-Wärmepumpe >€500k für 1 MW_th). K51 (1,70 ct) ist 2,2–2,4× günstiger — ohne zusätzliche CapEx-Belastung für den Gärtner.
4.2 Break-Even-Analyse BHKW solo vs. BHKW+K51
Unterhalb eines realisierten BHKW-Strompreises von 8,46 ct/kWh_el ist BHKW+K51 gegenüber BHKW solo wirtschaftlich überlegen. Die tatsächliche Rückspeisevergütung für kleine BHKW in Österreich liegt typischerweise bei 5–7 ct/kWh_el — strukturell unterhalb des Break-even.
| Strompreis (Rückspeisung) | BHKW solo | BHKW+K51 | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| 5 ct/kWh_el | 4,12 ct/kWh_th | 1,70 ct/kWh_th | K51 ✅ (+2,42 ct) |
| 6 ct/kWh_el (Referenz) | 3,42 ct/kWh_th | 1,70 ct/kWh_th | K51 ✅ (+1,72 ct) |
| 7 ct/kWh_el | 2,72 ct/kWh_th | 1,70 ct/kWh_th | K51 ✅ (+1,02 ct) |
| 8 ct/kWh_el | 2,02 ct/kWh_th | 1,70 ct/kWh_th | K51 ✅ (+0,32 ct) |
| 8,46 ct/kWh_el (Break-even) | 1,70 ct/kWh_th | 1,70 ct/kWh_th | = Gleichstand |
| 10 ct/kWh_el | 0,62 ct/kWh_th | 1,70 ct/kWh_th | BHKW solo günstiger |
Alle BHKW-solo-Kosten enthalten nur variable Gaskosten (ohne BHKW-CapEx, Wartung). Mit Vollkosten BHKW (CapEx-Amortisation + Wartung) liegt die realistische BHKW-solo-Untergrenze ca. 2–3 ct höher — was den K51-Vorteil weiter ausbaut.
Gärtner-Perspektive: ROI & Wirtschaftlichkeit
Der Gärtner investiert €1.595.668 in die K51-Anlage. Im Gegenzug entstehen folgende jährliche Veränderungen (Vergleich BHKW+K51 vs. BHKW solo, bei p_el = 6 ct/kWh_el):
| Position | Betrag/Jahr | Erläuterung |
|---|---|---|
| K51-Zahlung (Wärme + HW-Umlage) | +€509.744 | 7.070.005 kWh_th × 7,21 ct |
| Entgangene Stromerlöse | −€450.000 | 1.000 kW_el × 7.500 h × 6 ct (Einspeisung entfällt) |
| Gas-Einsparung (+66 % Wärme) | +€215.251 | Weniger Gas für gleiche Wärmemenge nötig |
| Gesamt-Mehrertrag | +€275.000/a | Netto-Vorteil gegenüber BHKW solo |
Gas-Einsparung im Detail (MIT CO₂-Steuer, Gas = 3,81 ct):
Amortisationsrechnung
| Szenario | Mehrertrag/Jahr | Investition | Amortisation |
|---|---|---|---|
| p_el = 6 ct (realistisch) | €275.000 | €1.595.668 | ~5,8 Jahre |
| p_el = 7 ct | ~€212.000 | €1.595.668 | ~7,5 Jahre |
| p_el = 8 ct | ~€138.000 | €1.595.668 | ~11,6 Jahre |
| p_el = 8,46 ct (Break-even) | ~€108.000* | €1.595.668 | ~14,8 Jahre |
| p_el = 6 ct + KPC-Förderung 30 % | €275.000 | €1.116.968 | ~4,1 Jahre |
*Bei p_el=8,46 ct sind BHKW solo und BHKW+K51 auf Wärmekostenbasis gleich, aber der Gärtner erhält weiterhin die K51-Zahlung und spart Gas. Der verbleibende Vorteil kommt ausschliesslich aus Gaseinsparung.
Bei realistischem Strompreis von 5–7 ct (tatsächliche Rückspeisevergütung für kleine BHKW) amortisiert sich die Investition in 5–8 Jahren — bei einer Vertragslaufzeit von 15 Jahren. Mit KPC-Förderung (30 % → −€478.700) sinkt die Amortisationszeit auf ~4 Jahre.
Montagephase: Installation und technische Integration vor Ort
Risikoschutz für den Gärtner
| Risiko | Absicherung |
|---|---|
| K51-Server-Ausfall | BHKW läuft weiter; Wärme aus Gas wie bisher |
| K51-Insolvenz | Server im Eigentum des Gärtners; Betrieb durch Dritte möglich |
| Strompreis dauerhaft >8,46 ct | Optionsrecht: Rückkehr zu BHKW-Rückspeisung |
| Haftung/Baurecht | K51 trägt alle Genehmigungskosten |
| Konnektivitätsausfall | Batch-Workloads: tolerant; Notbetrieb ohne K51 möglich |
BHKW-Förderprämien (OEM — Ökoenergiemarkttarif)
Österreichische BHKW-Betreiber erhalten für ins Netz eingespeisten KWK-Strom ggf. Marktprämien (OEM = Ökoenergiemarkttarif). Wenn K51 den BHKW-Strom übernimmt statt ihn einzuspeisen, entfällt diese Prämie.
- Aktuelle OEM-Prämien AT: marktbasiert, oft 1–3 ct/kWh_el für bestehende BHKW-Anlagen
- K51-Vergütungsäquivalent: 7,21 ct/kWh_th × 0,3325 kWh_th/kWh_el = 2,40 ct/kWh_el
- 2,40 ct > 1–3 ct OEM-Prämie: K51 kompensiert den OEM-Verlust vollständig
Bestehende OEM-Verträge und Bindungsfristen bei Pilotgärtnern prüfen, bevor K51-Vertrag abgeschlossen wird. K51 übernimmt die Abklärung gemeinsam mit dem Gärtner.
Förderungen & ESG
6.1 Förderlandschaft Österreich
KPC (Kommunalkredit Public Consulting) — UFI-Programm
Umweltförderung im Inland (UFI): Bis zu 30 % der Investitionskosten. Die K51-Anlage qualifiziert als «Abwärmenutzung aus Digitalisierungsprojekten».
- Potenzielle Förderung je Anlage: €1,595M × 30 % = €478.700
- Netto-Investition nach Förderung: €1.116.968
- Amortisation verkürzt sich auf ~4 Jahre (statt 5,8 Jahre)
KLIEN (Klima- und Energiefonds)
Vorzeigeregion Energie: Innovative Wärmeversorgungskonzepte für Landwirtschaft. Typische Förderquoten: 40–60 % der F&E-Kosten, 30 % CapEx für Demonstration. Ansatz: LGV + K51 gemeinsam als Konsortium → höhere Förderquote.
EAG (Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz 2021)
§ 14 EAG: Förderung von Investitionen in Abwärmenutzung und innovative Wärmeversorgung. K51 kann als «Digitale Wärmepumpe» eingestuft werden — ohne COP-Limitierung.
AWS (Austria Wirtschaftsservice)
Innovationsscheck / Investitionsförderung: Bis 25 % Zuschuss, bis €500k. Ideal für Pilotanlage in Kombination mit KPC-Förderung.
| Förderprogramm | Fördersatz | Potenzial je Anlage | Status |
|---|---|---|---|
| KPC / UFI | 30 % | €478.700 | Vorgespräch geplant Q2 2026 |
| KLIEN / Vorzeigeregion | 30–40 % CapEx | €478k–638k | Konsortiumsantrag LGV+K51 |
| EAG § 14 | variabel | TBD | Abklärung läuft |
| AWS Innovationsscheck | 25 % | bis €500k | Kombinierbar mit KPC |
6.2 ESG-Nutzen (Quantifiziert)
CO₂-Reduktion je Anlage (7 GWh/a):
| Szenario | Vor K51 | Mit K51 | Reduktion |
|---|---|---|---|
| Erdgas-Kessel → BHKW+K51 | ~1.500 t CO₂/a | ~0 t (fossilfrei) | ~−1.500 t/a |
| BHKW solo → BHKW+K51 | ~500 t CO₂/a | ~100 t CO₂/a | ~−400 t/a |
CO₂-Kostenwert bei 55 €/t (NEHG 2025):
- Einsparung Erdgas-Kessel → BHKW+K51: ~1.500 t × 55 € = ~€82.500/a
- Einsparung BHKW → BHKW+K51: ~400 t × 55 € = ~€22.000/a
ESG-Mehrwert für LGV-Mitglieder:
- Scope-1-Emissionen sinken messbar → für Lieferkettenanforderungen von Rewe/Spar
- Klimaschutznachweis für EU-Agrarförderung (GAP 2023–2027)
- Nachhaltigkeitszertifizierungen (AMA, Bio Austria) einfacher erfüllbar
CO₂-Steuer-Hedge
Die AT CO₂-Steuer (NEHG) steigt strukturell: 2025 → 55 €/t, 2026 → ~65 €/t, 2030+ → 100+ €/t. K51-Wärmepreis (1,70 ct/kWh_th) ist CO₂-steuer-immun — keine Gasabhängigkeit in der Wärmebereitstellung. Jede CO₂-Preiserhöhung vergrössert den Kostenvorteil von K51 gegenüber allen gasbasierten Alternativen.
⚡ Szenario 2026 (Gas = 4,01 ct, NEHG 65 €/t):
BHKW+K51: ~1,94 ct/kWh_th | Erdgas-Kessel: 4,22 ct/kWh_th
Vorteil K51 vs. Kessel: 2,28 ct/kWh_th — praktisch stabil gegenüber 2025.
Steigende CO₂-Preise treffen Gas, nicht K51.
Pilotprogramm Wien & Go-to-Market
7.1 Phase 1: Pilot Wien (Q3–Q4 2026)
Ziel: 1–2 Anlagen bei LGV-Mitgliedern, «Proof of Value» für den österreichischen Markt.
- Bestehendes BHKW vorhanden → ideale Ausgangslage
- Lokation: Grossraum Wien
- Voraussetzung: Glasfaser-Check, BHKW-Daten (Leistung, Laufstunden, OEM-Status)
Pilotstruktur:
| Rolle | Verantwortung | Beitrag |
|---|---|---|
| Gärtner (Eigentümer) | Standort, BHKW-Anschluss, Investition, Genehmigung | Stellfläche 36 m², €1,595M CapEx |
| LGV | Teilsubvention CapEx (20–30 %), Genehmigungsbündelung, Vertragsmuster | €300k–500k Subventionsrahmen |
| K51 | Engineering, Lieferung, Betrieb, Wartung, Vergütung | Vollständige Technik & HPC |
| KPC/KLIEN | Förderantrag (bis 30–40 % CapEx) | Antrag durch K51+LGV-Konsortium |
Timeline Phase 1
| Zeitraum | Meilenstein |
|---|---|
| Apr–Mai 2026 | Erstgespräche LGV, Standort-Assessment, Glasfaser-Check |
| Jun 2026 | Letter of Intent (LGV + K51 + Pilot-Gärtner) |
| Jul 2026 | Förderantrag KPC/UFI einreichen |
| Aug 2026 | Technische Planung, Genehmigungsunterlagen, OEM-Status prüfen |
| Sep–Okt 2026 | Installation & Inbetriebnahme Pilotanlage 1 |
| Nov 2026 | Monitoring, Datenerhebung beginnt |
| Q1 2027 | Erstes Reporting, KPI-Review, Entscheid Rollout |
7.2 Phase 2: Rollout LGV (2027–2028)
Zielgruppe: 20–28 LGV-Mitglieder mit vorhandenem BHKW
| Kennzahl | Annahme |
|---|---|
| Anteil LGV-Mitglieder mit BHKW | 25–35 % → 20–28 Betriebe |
| Ø Anlage pro Betrieb | 950 kW_th / 7 GWh/a |
| Gesamtpotenzial Wärme | 140–196 GWh/a dekarbonisiert |
| Gesamtinvestition (CapEx) | €31,9M–44,7M |
| Rollout-Tempo | 6–8 Anlagen/Jahr |
7.3 Phase 3: AT-Expansion (2028–2030)
- Erweiterung auf nicht-LGV-Gartenbaubetriebe in NÖ, Steiermark
- Hotels und Gewerbeimmobilien in Wien (Fernwärme-Substitution, 9,18 ct/kWh)
- Industrie: Lebensmittelverarbeitung, Brauereien (Niedertemperaturwärme)
Referenzstandort in der Schweiz: K51 Server-Heizung integriert in den landwirtschaftlichen Betrieb
Nächste Schritte
Sofort (April–Mai 2026)
| Aufgabe | Verantwortung | Frist |
|---|---|---|
| Erstgespräch LGV-Vorstand — K51-Präsentation + BHKW-Modell vorstellen | K51 + LGV | April 2026 |
| Standort-Assessment Stefan Bauer — BHKW-Leistung, Wärmebedarf, Raumverfügbarkeit, Glasfaser-Status, OEM-Vertragsstatus | K51 Engineering | April–Mai 2026 |
| Förder-Erstabklärung KPC — Vorgespräch UFI-Programm | K51 | Mai 2026 |
| Letter of Intent — LGV + K51 unterzeichnen | K51 + LGV | Juni 2026 |
Q2 2026
| Aufgabe | Frist |
|---|---|
| Technische Due Diligence — Standort-Assessment Pilotanlage | Jun 2026 |
| Vertragswerk — Wärmeliefervertrag, Hardware-Umlage, Eigentumsdokumentation (15 Jahre) | Jun 2026 |
| Förderantrag KPC/UFI einreichen | Jul 2026 |
| KLIEN-Anfrage — K51+LGV als Konsortium | Jul 2026 |
Q3–Q4 2026
| Meilenstein | Frist |
|---|---|
| Technische Planung & Genehmigungsunterlagen | August 2026 |
| Produktionsstart Container (Werk) | August 2026 |
| Vorbereitungsarbeiten auf dem Gelände (Fundament, Stromanschluss, Hydraulik) | September 2026 |
| Pilotanlage 1 installieren — «Power On» | September–Oktober 2026 |
| Monitoring-System aufsetzen (kWh-Messung, CO₂-Reporting, LGV-Dashboard) | November 2026 |
| Pressemitteilung LGV + K51, AMA-Bio, Medien | November 2026 |
K51 hat einen Produktionsbatch für August 2026 geplant. Die Pilotcontainer für Österreich können direkt in diesen Batch integriert werden. Um die Kapazitäten zu reservieren, muss K51 bis Ende Mai 2026 eine Anzahlung beim Hersteller leisten. Daher müssen alle technischen und vertraglichen Grundlagen bis Ende April/Anfang Mai erarbeitet sein.
Referenzstandorte Schweiz
K51 kann den direkten Kontakt mit bestehenden Partnern und Kunden in der Schweiz vermitteln. Die folgenden Referenzen stehen für Gespräche zur Verfügung — allesamt laufende Anlagen in der Landwirtschaft:
-
🇨🇭
Gebr. Meier GemüseBad Zurzach, AG — Schweiz
-
🇨🇭
Grob Gemüse AGSchlattingen/Basadingen, TG — Schweiz
-
🇨🇭
Imhofbio AGRegion Zürich — Schweiz
-
🇨🇭
Stoll GroupMathod VD, Region Yverdon — Schweiz
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🇨🇭
Jaquenoud LégumesLully VD, Region Genf — Schweiz
Unsere Standorte sind bewusst in der Nähe der wichtigsten Schweizer Rechenzentrum-Hubs (Zürich, Yverdon, Bern, Basel, Genf/Lausanne) angesiedelt. Diese Hubs stossen zunehmend an Kapazitätsengpässe bei der Stromversorgung — genau das ist das Power & Permission-Problem, das die Landwirtschaft löst. Wir wenden dieselbe Logik in Österreich an: Wien wird der dezentrale Rechenknoten werden, der die gesättigten Zentren entlastet — mit der LGV als Rückgrat.
K51 verwaltet derzeit 8 MW im Betrieb und weitere 15 MW in Planung für die nächsten 18 Monate, alle bei Landwirten in der Schweiz. Das Modell ist erprobt — die Frage für Österreich ist nicht ob, sondern wann.
Ein Wort zum Abschluss
Die österreichischen Gartenbaubetriebe rund um Wien stehen an einem Wendepunkt. Die Frage ist nicht, ob die digitale Revolution die Landwirtschaft erreichen wird — sondern wer ihr Akteur sein wird.
Die Gewächshäuser der LGV Sonnengemüse haben alles, was die KI-Industrie braucht: Fläche, Strom (via BHKW), Wärmesenken. Wer diesen Vorteil als Erster nutzt, wird nicht nur seine Energiekosten um mehr als die Hälfte senken — er wird eine neue Einnahmequelle erschliessen und gleichzeitig vollständig dekarbonisieren.
Das BHKW-Parallel-Modell ist kein Kompromiss. Es ist ein Upgrade: Gleicher Gasinput, 66 % mehr Wärme, strukturell günstigere Kosten — und K51 zahlt dafür. Das ist der österreichische USP, und er ist einzigartig in Europa.
Wir suchen Partner, keine Kunden. Die Pilotbetriebe von heute werden die Referenz sein, an der sich die österreichische Landwirtschaft morgen orientieren wird.
Wir laden Sie ein, diesen Weg gemeinsam mit uns zu gehen.
Für K51 AG